Verein

Die Büdinger Schützengesellschaft datiert ihre Gründung auf das Jahr 1353. In diesem Jahr gewährte Heinrich von Ysenburg seinem Lehen „Büdingen“ einen Freiheitsbrief, der die bisherigen Untertanen von vielen Verpflichtungen wie dem Frondienst befreite, doch auch einige bisherige Pflichten des Grafen auf die nunmehr entstehende Stadt übertrug. So mussten die Einwohner nunmehr selbst die Verteidigung übernehmen.

Verbunden mit unserer mehr als 660- jährigen Tradition sehen sich die Mitglieder unserer Gesellschaft als eine moderne und offene Gemeinschaft, in der die Brauchtumspflege ebenso wie der umfangreiche Schießsport einen Platz findet und in der Kamerad- und Freundschaft untereinander groß geschrieben werden. Einen besonders hohen Stellenwert legen wir auf unsere Jugendarbeit und die damit verbundene Integration in den Verein.

Die Büdinger Schützengesellschaft 1353 e.V. hat mit Stand Dezember 2013 350 Mitglieder, mit einem sehr hohen Anteil erfolgreicher Sportschützen. Insbesondere unsere Pistolenabteilung & Jugendabteilung ist seit Jahren mit unzähligen Meistertiteln auf Kreis-, Gau- und Landesebene äußerst erfolgreich, selbst mehrfache Nominierungen und auch Meistertitel auf Bundesebene konnten errungen werden.

Für die Ausübung unseres Sportes betreiben wir sehr umfangreiche Schießanlagen, die von einer Anlage für Druckluftwaffen, über eine großzügig dimensionierte Anlage für Kleinkalibergewehr Disziplinen und einen modernen Kurzwaffenstand bis hin zu einem neu errichteten 100m Schießstand gehen. Wir sind dem Deutschen Schützenbund e.V. und der Deutschen Schießsport Union e.V. als Dachverband angeschlossen.

Schießen ist doch kein Sport…

Dieses Vorurteil hören wir immer wieder. Ein Schützenverein hat im Gegenteil sehr viel mit Sport zu tun. Der Schießsport ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht eine Leistungsportart, die genauso intensiv trainiert werden muss wie viele andere „klassische“ Breitensportarten wie Fußball, Handball oder Tischtennis. Auch wenn landauf, landab die Meinung vorherrscht, dass der Schießsport lange nicht so anspruchsvoll ist wie andere Sportarten können wir Sie sehr gerne bei einem Probetraining vom Gegenteil überzeugen- Sie werden überrascht sein.

Der Schiessport stellt sehr hohe Anforderungen wie Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Körperbeherrschung an den Schützen. Zusätzlich wird von jedem Schützen im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten eine hohe geistige Reife im Umgang und Handhabung mit seinem Sportgerät erwartet.

Die Büdinger Schützengesellschaft 1353 e.V. bietet Interessierten jeden Alters die Möglichkeit, den Umgang mit Gewehr und Pistole unterschiedlicher Arten und Kaliber zu erlernen und an verschiedenen Meisterschaften, angefangen bei vereinsinternen Meisterschaften, über die Kreis-, Gau- und Landesmeisterschaft bis möglicherweise zur deutschen Meisterschaft, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Viele Eltern haben – wenn auch unbegründet – Angst, ihre Kinder in einen Verein zu schicken, in dem sie Kontakt und Umgang mit Schusswaffen haben. Lassen Sie mich vorher aber einige Sachverhalte erläutern bevor sie voreilig über den Schießsport urteilen: Wie jeder Sportverein, so sind auch wir als Schützenverein an Verordnungen, Regeln von Gemeinden und Sportverbänden und insbesondere an das geltende Waffengesetz gebunden. Da es sich bei unseren Sportgeräten um Schusswaffen handelt, sind diese Regeln besonders streng und werden kontinuierlich von den zuständigen Behörden auf ihre Einhaltung kontrolliert.

Natürlich wird einem Gastschützen oder neuen Mitglied kein Gewehr oder eine Pistole in die Hand gedrückt und zu ihm gesagt: „Geh jetzt mal auf den Schießstand und sieh zu wie Du damit klar kommst“. Das Training findet ausschließlich nach streng reglementierten Sicherheitsaspekten statt. Deren Einhaltung wird ebenfalls in regelmäßigen Abständen durch die örtliche Polizei bzw. die Waffenbehörde des Landratsamtes überprüft. Während des Trainings stehen geschulte Aufsichten bereit, die den Ablauf kontrollieren. Ohne Aufsicht wird kein Schießbetrieb durchgeführt!

Jedem „Neuling“, vor allem Jugendlichen, wird generell eine eigene Aufsicht zugeteilt, die ihn im Umgang mit der Schusswaffe einweist und über die Sicherheitsbestimmungen aufklärt. Alle unsere Trainer und Aufsichten sind durch umfangreiche Lehrgängen des DSB e.V. und der DSU e.V. zertifiziert. Der sachgerechte Umgang mit Schusswaffen wird immer unter Aufsicht erlernt und es wird keinesfalls leichtsinnig „herumgeballert“.

Dieser kurze Abriss soll Ihnen zeigen, dass ein Schützenverein ein Verein wie jeder andere ist. Die einzige Ausnahme ist der besonders sorgfältige Umgang mit seinen Sportgeräten- hier gibt es keine Kompromisse. Sicherheit geht immer vor!

Lassen Sie es mich gleich unmissverständlich ausdrücken: wenn eine Person der Meinung sein sollte, er müsse nur in einen Schützenverein eintreten, ein wenig „herumballern“ um legal an eine Waffe heranzukommen wird bitter enttäuscht sein. Wir sehen uns die Bewerber um eine Mitgliedschaft sehr genau an und entscheiden grundsätzlich im Einzelfall über einen Aufnahmeantrag. Uns liegt viel daran, interessierten Personen unseren Sport unter fachkundiger Anleitung näher zu bringen.

Wenn Sie interessiert sind schauen Sie doch einfach mal auf dem „Hammer“ vorbei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Für Rückfragen zum allgemeinen Schießbetrieb können Sie sich über unser Mailformular gern an unseren Schützenmeister für den Schießbetrieb, Herrn Markus Meuser oder für Fragen der Jugendbetreuung an unseren Jugendwarte Herrn Ralph Wietfeldt oder Herrn Alex Schweig wenden.